Akupunktur - traditionelle chinesische Medizin
Die traditionelle chinesische Medizin geht davon aus, dass die Lebensenergie in einem bestimmten Rhythmus in 14 Leitbahnen (Meridianen) durch den Körper fließt und eine Krankheit diesen Energiefluss stört. Auf den Meridianen liegen die 361 klassischen Akupunkturpunkte, die mit feinsten Nadeln gereizt werden, um die Ausgewogenheit des Energiekreislaufs wiederherstellen.
Seit über 3000 Jahren behandeln chinesische Ärzte körperliche und seelische Beschwerden aller Art durch leichte Nadelstiche. Die Nadeln werden an durch jahrhundertelange Erfahrung ermittelten "Energie-Meridianen" eingesetzt, um durch gezielte Stimulanz und Besänftigung die körperliche Harmonie wiederherzustellen.
"Die Akupunktur heilt, was gestört ist - nicht was zerstört ist" (Prof. H.F. Herget).
Die moderne schulmedizinische Erforschung des menschlichen Nervensystems hat die Grundidee der Akupunktur inzwischen so weitgehend bestätigt, dass die UNO-Weltgesundheitsorganisation die Akupunktur heute zur Behandlung von mehr als 40 Krankheiten empfiehlt.
Sehr viele Erkrankungen des Bewegungsapparates haben ihre Ursache in muskulären Dysbalancen Haltungsschäden, Überlastung und dergleichen und sind damit gut geeignet für die Akupunkturbehandlung. Aber auch in der Nachsorge von durch mechanische Zerstörungen am Knochengerüst hervorgerufenen Beschwerden und in der Unterstützung konventioneller Methoden leistet die Akupunktur immer wieder hervorragende Dienste.
Bei der klassischen chinesischen Akupunkturbehandlung setzt der Arzt 10 bis 20 Nadeln, die je nach Diagnose zwischen 20 und 30 Minuten verbleiben. Moderne Akupunkturnadeln sind extrem dünne, biegsame Instrumente und verursachen im Gegensatz zu den vergleichsweise groben Injektionskanülen keine Schmerzen bei der Anwendung. Auch Dauernadeln werden genutzt.
