Orthomolekulare Medizin

Gesunderhaltung

Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten, durch Veränderungen der Konzentration von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind. (Linus Pauling)


Freie Radikale, Oxidativer Streß, Antioxidantien


Radikale


sind hochaggressive chemische Substanzen, die ständig überall, in jeder Zelle des Körpers, im natürlichen Stoffwechsel entstehen. Sie können körpereigene Strukturen (Membranen, Enzyme, DNS) schädigen, indem sie diese oxidieren, also radikal Elektronen stehlen. Dadurch rosten die betroffenen Zellen, altern schneller, können ihre Funktionen nicht mehr ausreichend erfüllen oder sterben vorzeitig ab. Auch unsere Immunzellen stellen freie Radikale her, um damit Krankheitserreger und Krebszellen zu vernichten.


Antioxidantien


sind Schutzsysteme des Organismus, die freie Radikale abfangen und unschädlich machen. Sie sind biologische Rostschutzmittel. Es gibt primäre, sekundäre und tertiäre Antioxidantien (Entgiftungsenzyme, Vitamine, Fettsäuren, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe, verschiedene körpereigene Substanzen und Reparaturenzyme).

Orthomolekulare Medizin

Oxidativer Streß


ist ein gestörtes Gleichgewicht von freien Radikalen und Antioxidantien. Entweder entstehen zu viele freie Radikale und/ oder es liegt ein Mangel an Antioxidantien vor.

Daraus resultieren sehr viele Erkrankungen, vermutlich sogar die allermeisten.

Ursachen für oxidativen Streß:

Luftschadstoffe (Stickoxide, Ozon, Feinstäube), Pestizide, Schwermetalle, Strahlung (UV, Röntgen, Radioaktivität), chemische Gifte, Alkohol, Nikotin, Medikamente (u.a. Pille, Antibiotika, Chemotherapeutika), Entzündungen, falsche Ernährung, Infektionen, Streß, starke körperliche Belastung, Krebs (und Krebstherapeutika) uva.


Laboruntersuchungen:


Sinnvollerweise kombiniert man als ersten Schritt drei Untersuchungen und erhält durch eine Blutentnahme und einen Urintest, ein oxidatives Belastungsprofi.

1. Totale antioxidative Kapazität oder totaler Antioxidantienschutz (TAS), es wird die Fähigkeit des Blutes gemessen, mit freien Radikalen zu reagieren und diese zu entschärfen.


2. Lipidperoxidation (Lpox) erfasst oxidative Schäden durch freie Radikale an Lipiden (Membranbestandteilen)


3. 8-Hydroxy-Desoxyguanosin-Test erfasst die oxidativen Schäden an der DNS (Erbmaterial der Zellen) und ist deshalb ein Maß für die individuell vorliegenden krebserregenden Wirkungen der freien Radikale auf den Organismus.


Ergeben sich daraus pathologische Werte, ist es sinnvoll, durch weitere Spezialuntersuchungen die konkreten Schwachstellen zu ermitteln, d.h. welche Antioxidantien fehlen, z.B.: Glutathionperoxidase, Glutathion (gesamt, reduziert, oxidiert), Superoxiddismutase, ß-Carotin, Vit. E, Vit. C, Coenzym Q10, intrazelluläres Selen, Zink, Magnesium, Kupfer und Eisen, u.a..